IFInvoiceFlow

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Last updated: 28. Mai 2026

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten für sämtliche Verträge zwischen No Basic Shick (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung InvoiceFlow. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, sofern ihnen der Anbieter nicht ausdrücklich schriftlich zustimmt. Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (B2B).

2. Leistungsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden die Software InvoiceFlow als cloudbasierte Anwendung zur Verfügung. Funktions­umfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Pricing-Seite des Anbieters sowie aus dem gewählten Tarif. Die Software unterstützt u.a. den Empfang, die Klassifikation, die Extraktion, die Freigabe und den Export von Eingangsrechnungen.

Eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel wird angestrebt; ein Anspruch darauf besteht nicht. Wartungsfenster werden, soweit planbar, mindestens 24 h im Voraus angekündigt.

3. Vertragsschluss, Testphase

Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden und Bestätigung durch den Anbieter zustande. Neue Tenants erhalten einen 3-Monate-Trial mit dem im Tarif „Starter" definierten Funktions­umfang, jedoch begrenzt auf 50 Belege pro Monat. Während des Trials fallen keine Gebühren an. Wird innerhalb des Trials kein bezahlter Plan gewählt, wird der Zugang nach Ablauf gesperrt; die Daten bleiben 30 Tage zur Reaktivierung gespeichert.

4. Preise und Zahlungsbedingungen

Die jeweils gültigen Preise ergeben sich aus der Pricing-Seite zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Alle Preise verstehen sich in Euro. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG und weist daher keine Umsatzsteuer aus.

Die Abrechnung erfolgt im Voraus, je nach Wahl monatlich oder jährlich. Die Zahlung wird über den Drittanbieter Mollie B.V. abgewickelt; akzeptiert werden die von Mollie unterstützten Zahlungs­methoden (SEPA-Lastschrift, Kreditkarte u.a.). Bei Zahlungs­verzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach einmaliger Mahnung zu sperren.

Zusätzliche Kosten Dritter: Die LLM-gestützte Beleg­extraktion verursacht Kosten beim jeweiligen KI-Anbieter (Anthropic, OpenAI o.ä.) und wird – sofern der Kunde diese Funktion nutzt – über dessen eigenen API-Key abgerechnet. Der Anbieter berechnet hierfür keinen Aufschlag. Eine regex-/ ZUGFeRD-basierte Extraktion ohne KI ist kostenfrei in jedem Plan enthalten. Anbindungen an externe Open-Banking-Provider (z.B. FinAPI, Tink, Klarna Kosma) werden ggf. separat berechnet.

5. Vertragslaufzeit und Kündigung

Monatlich abgerechnete Verträge können jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungs­periode gekündigt werden. Jährlich abgerechnete Verträge laufen über die gewählte Jahres­laufzeit; sie verlängern sich nach Ablauf nicht automatisch, sofern der Kunde dem bei Vertragsschluss ausdrücklich widersprochen hat. Andernfalls verlängert sich der Vertrag um jeweils einen weiteren Monat und kann zum Ende der nächsten Monatsperiode gekündigt werden.

Die Kündigung erfolgt durch den Kunden über die Funktion „Abo kündigen" im Billing-Center oder per Textform an invoiceflowz@n-b-s.pro. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

6. Mitwirkungspflichten des Kunden

  • Aktualisierung der eigenen Stammdaten (Firmierung, USt-ID, Adresse) zur Sicherstellung korrekter Rechnungen.
  • Sichere Aufbewahrung der Zugangsdaten und Aktivierung von 2FA, sobald verfügbar.
  • Eigenverantwortliche Prüfung der von der Software extrahierten Daten vor Freigabe und vor Verbuchung.
  • Nutzung der Schnittstellen nur im vertraglich vereinbarten Umfang.

7. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personen­bezogene Daten gemäß seiner Datenschutzerklärung. Bei B2B-Kunden gilt zusätzlich der Auftrags­verarbeitungs­vertrag (AVV) als verbindlich. Mit Vertrags­schluss bestätigt der Kunde, den AVV zur Kenntnis genommen zu haben und ihn anzunehmen.

8. Verfügbarkeit und Wartung

Der Anbieter ist berechtigt, die Anwendung zur Aufrecht­erhaltung des Dienstes regelmäßig zu warten. Geplante Wartungs­fenster werden außerhalb der üblichen Geschäfts­zeiten angesetzt, soweit dies zumutbar ist, und mindestens 24 Stunden vorab im Dashboard angezeigt.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertrags­pflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertrags­typischen, vorhersehbaren Schaden. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen.

Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus fehlerhaften oder unvollständigen Daten­extraktionen resultieren. Die Software unterstützt die Buchhaltung; sie ersetzt nicht die fachliche Prüfung durch den Kunden, dessen Steuerberater oder Wirtschafts­prüfer.

10. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich- rechtliches Sondervermögen ist.

Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.